Fragen, fragen, fragen. Und wenn deine Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet werden, dann wieder fragen.
Bei einem Praktikum sollst du schließlich etwas lernen. Leider sehen viele Arbeitgeber Praktikanten inzwischen nur noch als billige Arbeitkräfte an. Wer als Arbeitgeber aber ein Praktikum anbietet, sollte auch dazu bereits sein, in den Nachwuchs zu investieren.
Ist dies dein erstes Praktikum im Journalismus oder hast du schon Vorerfahrung?
Solltest du Neuling sein, dann wären Meldungen ein guter Einstieg für dich. Jede Zeitung hat kleine Ankündigungen, Polizeiberichte, usw. Frag nach, ob du ein paar dieser Meldungen übernehmen kannst. Wenn das nicht geht, dann schreib für den Papierkorb. Aber bestehe darauf, dass jemand deine Arbeit mit dir durchspricht, damit du etwas lernen kannst.
In vielen Polizeiberichten wimmelt es nur so vor umständlichem Satzbau, Beamtendeutsch und Substantivierungen. Das kann mitunter zu einer richtigen Herausforderungen werden.
Gleichzeitig aber lernst du den Aufbau der einfachsten journalistischen Darstellungsform. Denk beim Schreiben an die sieben Ws und daran, Prioritäten zu setzen. Ein Lokal-Redakteur hat einmal zu mir gesagt: "Kannst du eine gute Polizeimeldung schreiben, kannst du jede Nachricht schreiben."
Der nächste logische Schritt wären dann kleine Berichte von Veranstaltungen. Wenn du dich unsicher fühlst, dann begleite am Anfang einen Redakteur (wie es dir ja auch angeboten wurde). Zur Regel sollte es aber auch nicht werden. Du sollst schon auch alleine Termine besuchen.
Und wie Cypress gesagt hat: Wenn es nach der Anfangsphase noch immer gar nicht nach deinen Vorstellungen läuft, dann rede mit den Menschen. Niemand wird dir den Kopf abreisen. Viele sind über deinen Input vielleicht sogar dankbar - schließlich können sie auch nicht in deinen Kopf schauen
