Volontariat - Studium - Praktikum - AusbildungAlles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum
Es heißt ja eigentlich immer man sollte möglichst viele Praktika machen. Jetzt habe ich aber schon öfter mal gehört, dass sich allzu viele Praktika auch nicht so gut machen (wenn man jetzt mal nur den Lebenslauf und nicht den persönlichen Nutzen betrachtet).
Ich bin im Moment noch ziemlich am Anfang meines Studiums. Bisher habe ich ein Praktikum in einer Lokalredaktion gemacht und arbeite seit mehr als drei Jahren als freie Mitarbeiterin. Im Sommer mache ich ein Praktikum bei einer Agentur, im nächsten Frühjahr bei einer überregionalen Zeitung.
Eigentlich hatte ich dann noch ein Praktikum im Fernsehbereich, eins in der PR und eins bei einer Zeitschrift geplant. Zusätzlich eventuell noch ein Auslandspraktikum. Insgesamt wären das dann also ca. sieben Praktika.
Meint ihr das ist zu viel des Guten?
Habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen mit zu vielen Praktika gemacht?
Wenn es sich im Lebenslauf schlecht machen würde, könnte man dort doch eigentlich nur die jeweils passenden angeben, oder?
Und noch eine Frage zu Praktika:
Würdet ihr für eine Art freilwillliges Praxissemester das Studium unterbrechen und in der Zeit dann zwei bis drei Praktika machen? Oder besser schnell fertig studieren?
Willst du zwischendurch nicht auch noch ein bißchen studieren? Musst du keine Hausarbeiten oder Klausuren in den Semesterferien schreiben? Ich wäre einfach vorsichtig damit, mir alle Semesterferien schon so lange im Voraus zu verplanen. Viele Praktika während des Studiums zu absolvieren ist denke ich in Ordnung, nur danach sollte man nicht mehr so viele machen, weil es sonst so aussieht, als hätte man lange kein Volo bekommen.
Man sollte natürlich nicht einfach blind möglichst viele Praktika machen. Das fünfte Praktikum in einer Lokalredaktion bringt nicht mehr den großen Lerneffekt.
Aber so wie Du das geplant hast, hört sich das sehr vernünftig an. Es ist ja eine deutliche Entwicklung in deinen Stellen zu erkennen: von der Lokalredaktion über eine überregionale Zeitung hin zu einem Magazin. Das macht Sinn und Du lernst jeweils die spezifischen Arbeitsweisen kennen. Daraus wird dir kein Personalleiter, der bei Verstand ist, einen Strick drehen. Im Gegenteil.
Zuviele Praktika sind nur irgendwie schlecht, wenn man mit dem Studium fertig ist, und nirgends unterkommt und dann langsam zur "Generation Praktikum" gezählt wird.
Aber neben dem Studium zu praktizieren ist mehr als hilfreich. Besonders, wenn es bei verschiedenen medien und/oder in verschiedenen Ressorts ist (Lokalredaktion, Politik, usw.). Gut kommt m.E. auch freie Mitarbeit und - was nicht zu unterschätzen ist aber vielfach vernachlässigt wird - ehrenamtliches Engagement (z.B. bei der Studentenzeitung, als Wahlhelfer, in Vereinen usw.) für die Gemeinschaft. was helfen ein schnelles Studium und dutzende Praktika im >lebenslauf stehen, aber man als "Streber" gesehen wird. Vergesse nicht, nach recht und links zu schauen (also dich sozial oder in Netzwerken zu engagieren)