Volontariat - Studium - Praktikum - AusbildungAlles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum
ich bin neu hier im Forum und habe direkt mal eine konkrete Frage.
Hat jemand von euch mal ein Praktikum in einem Auslandskorrespondentenbüro der ARD oder ähnl. gemacht und kann über seine/ihre Erfahrungen berichten? Ich habe mich nämlich bei der ARD in Johannesburg beworben und ein unbezahltes Praktikum für 4 Wochen angeboten bekommen. So ein Praktikum macht sich sicherlich gut im CV, aber lernt man tatsächlich auch etwas dort????? Es geht jetzt in erster Linie um das Praktikum, bin nämlich übrigens Uni-Absolventin (Politologie, Geschichte, Religionswissenschaft) und frage mich gerade, ob ich mir nicht für ein UNBEZAHLES zu schade sein sollte?????? Ich bin nämlich gegen die Ausnutzung von billigen Arbeitskräften mit Uniabschluss und habe auch schon die BT-Petition unterschrieben!!!!!
Ich weiß, dass Johannesburg eine der unsichersten Metropolen der Welt ist etc.
Ich war bereits mehrere Male für längere Zeit in Südafrika und zwar auch in den Gegenden, wo sonst kein "Tourist" hinkommt, darum geht es also nicht. Ich möchte einfach nur wissen, ob es jemnden gibt, der schon ein solches Praktikum gemacht hat und von wertvollen oder negativen Erfahrungen berichten kann.
Ich freue mich über Antworten
Herzliche Grüße
ich habe nur in Deutschland Praktika gemacht, aber ich denke, Folgendes gilt auch für Auslandspraktika:
Klar wäre eine Bezahlung schön, die Regel ist, dass Praktika unbezahlt sind. Besonders dann, wenn sie nur 4 Wochen dauern. Da darf man sich auch nicht zu schade für sein.... Jedenfalls habe ich nur bei der Deutschen Welle Geld bekommen, hätte es allerdings auch unbezahlt gemacht. (Erfreulicherweise hatte ich während des Praktikums Gelegenheit, einen gebauten Beitrag erstellen zu können, der mir extra bezahlt wurde.)
Wenn du dir den Aufenthalt sowie den Flug finanzieren kannst, ist das Praktikum ne tolle Sache, mach es, auch wenns kein Geld dafür gibt.
Erstens weil es doch leider bei einer kurzen Dauer üblich ist und zum zweiten, weil es sich klasse im Lebenslauf macht. darauf würd ich nicht verzichten! Zudem kann es dir vielleicht passieren, dass sie dir dennoch was zahlen, wenn du dich sehr gut anstellst.
Und falls es dich tröstet:
Ich hab schon eigentlich ne Volo-Ausbildung hinter mir und auf ne Bewerbung als Freie kam auch erstmal das Angebot, vier Wochen unbezahltes Praktikum zu machen...
Es kann aber doch nicht im Ernst sein, dass wir uns als Uni-Absolventen von einem Praktikum zum nächsten hangeln???? Und ich finde eine kleine Aufwandsentschädigung könnte doch immerhin drin sein, oder? Eigentlich wollte ich ja UNBEZAHLTE Praktika boykottieren oder bei einem möglichen Vorstellungsgespräch wenigstens auf das Existenzminimum = Hartz IV pochen!!!! Ich weiß nicht... Kennt jemand von euch eine Möglichkeit, dass man ein solches Praktikum von einer Stiftung oder ähnl. finanziert bekommt????? Bin über alle Tipps dankbar!!!!!
nee, nach dem Studium von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten hangeln ist natürlich nicht das Optimum. Es ist nur so, wenn man während des Studiums keine Praktika gemacht hat, muss man sie halt nach dem Studium machen. Und grade im Journalismus ist es so, dass man als Praktikant noch nicht viel kann und demnach auch noch nicht so viel machen darf. Jedenfalls nicht so viel, dass man der Redaktion bereits viel Arbeit abnehmen kann. Demnach kann man auch keine großartige Vergütung erwarten...
Das ist in anderen Berufsfeldern ja meist etwas anders. Ich meine, als Diplom-Ingenieur kann man direkt in den Beruf einsteigen. Als Journalist kann man erst dann "richtig" arbeiten, wenn man entsprechende Erfahrungen gesammelt und was gelernt hat und das kann man in der Regel nicht im Studium, sondern eben erst durch Praktika und freie Mitarbeit sowie fachspezifische Seminare. (Ok, es gibt natürlich auch praxisbezogene Journalistik-Studiengänge, aber viele Leute studieren ja ein anderes Fach, so viele Journalistik-Studienplätze gibt es auch nicht.) Je nach studiertem Fach qualifiziert ein Studium alleine eben noch nicht für einen bestimmten Beruf, so auch nicht für den Journalismus. Viele Sender und Verlage haben auch nicht das Budget, um Praktikanten bezahlen zu können.
Hallo hagebubu,
also lass dir von einem, der im Geschäft ist, sagen, dass du dir dieses Praktikum auf KEINEN Fall entgehen lassen solltest! Auch wenn es vielleicht jetzt etwas schwierig ist, das alles zu finanzieren, gibt es doch nichts Besseres. Ich kenne Frau Wittek bei der ARD Johannesburg (Radio) persönlich - eine sehr gute Journalistin und sehr nett. Also, keine Frage!!!
bei mir sieht es ähnlich aus wie bei dir, ich dagegen würde aber trotzdem sehr gerne ein Praktikum im Auslandsstudio der ARD absolvieren . Daher meine Fragen: Wo hast du dich beworben (direkt in Johannesburg oder in Deutschland), wann hast du dich beworben (also wieviel früher vor Beginn des Praktikums) und bieten sie Hilfe bei der Suche einer Unterkunft an? Hast du das Praktikum eigentlich angenommen?