Volontariat - Studium - Praktikum - AusbildungAlles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum
Sicher gibt es hier im Forum schon einige, ähnliche Einträge. Allerdings ist mein Fall so speziell, dass ich bislang keine passende Antwort finden konnte. Es geht um folgendes: Ich bin noch während meiner Schulzeit in Elternzeit gegangen. Das heißt ich habe mein Abi leider noch nicht abgeschlossen (hole dies gerade auf der Abendschule nach). Nach dem Abitur möchte ich Journalismus studieren und danach ein Volontariat absolvieren. Da es bis dahin aber noch ein langer Weg ist und ich schon vorher gene praktische Erfahrungen sammeln würde, kam mir der Gedanke, als freie Journalistin zu arbeiten. Ich leite seit zwei Jahren eine Homepage für junge Mütter und im Juli erscheint zudem mein erstes Buch (ein Ratgeber). Weitere Referenzen kann ich nicht vorweisen, weder ein Praktikum bei einer Zeitung (ist momentan zeitlich auch nicht möglich) noch ein veröffentlichter Artikel.
Macht es denn überhaupt Sinn, mit einem solchen Lebenslauf eine Bewerbung zu schreiben? Eine Lokalzeitung wird sich kaum für das Thema meines Ratgebers interessieren (Schwangerschaft, Geburt und erste Lebensjahre) und eine fachbezogene Zeitung, wie z. B. "Leben und Erziehen" wird sicherlich auf erfahrenere Journalisten zurück greifen?!
Wie gesagt, ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Fachmagazin, etwa "Eltern" o. ä. eine blutige Anfängerin wie mich ans Werk lässt. Die Verlage haben ihre festen Redakteure und ihre freien Mitarbeiter. Zwar kommt es gerade bei solchen Zeitschriften oft vor, dass man als "Quereinsteiger" eine Chance bekommt (etwa als Schlafexperte oder Erzieherin), aber ich denke nicht unbedingt als Buchautorin?! Wie soll ich mich denn dort bewerben? Ich meine, einen Versuch wäre es trotzdem wert. Soll ich anrufen und nachfragen? Wen verlange ich am besten an den Hörer? Soll ich ein Thema vorschlagen oder soll ich der Zeitschrift ein Exemplar von meinem Buch zukommen lassen?
Ich hatte heute Nacht eine Idee für einen regionalen Artikel, der mehr oder weniger zu meinem Fach passen würde: Bei uns in Lübeck gibt es viele Initiativen, die sich um junge Schwangere und Mütter kümmern. So gibt es einen Geburtsvorbereitungskurs speziell für Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren, einen Schwangerentreff für werdende Mütter bis 21, eine Krabbelgruppe für junge Mütter, ein Mutter-Kind-Haus und auch eine Babyklappe hat die Stadt eingerichtet. Außerdem wurde hier vor einigen Jahren das Pilotprojekt "Ausbildung in Teilzeit" gestartet, welches jungen Eltern bis 25 Jahren die Möglichkeit gibt, neben der Kindererziehung eine Ausbildung abzuschließen.
Vielleicht könnte ich einen Artikel zu diesem Thema in einer Lokalzeitung unterbringen? Vielleicht auch mit einem Fallbeispiel? Was haltet ihr davon? Müsste ich den Artikel schreiben und auf gut Glück an die Zeitschrift schicken oder lieber erst einmal nachhören (persönlich oder telefonisch)? Liefern freie Mitarbeiter nicht auch die Fotos mit?
Braucht man eigentlich eine Gewerbeanmeldung? Ich bin zwar "selbstständige Autorin", doch ich weiß nicht, ob ich das Honorar von einer journalistischen Arbeit auf gleiche Weise versteuern kann, wie die Einnahmen aus dem Ratgeber?
Meine Befürchtung ist einfach, dass ich, auch auf Grund meines Alters, nicht ernst genommen werde ...
alter ist nicht unbedingt ein grund, kein ausgewiesener experte sein zu können, und wenn experten gefragt sind, dann meld dich doch dort einfach.
du hast ja nachgewiesenermaßen erfahrung und bereits zum thema publiziert. zudem für eine mittlerweile erkannte neue zielgruppe: junge mütter.
eltern & co. suchen manchmal per journalistenlisten neue redakteure, wobei sie immer wünschen, dass die personen bereits persönliche erfahrung mit dem thema haben.
versuch es einfach, toi toi toi
Soweit ich weiß, hat die Zeitschrift "Familie und Co" bzw. "Baby und Co" (denke dass du diese meinst?!) ihren Sitz in Freiburg. Ist mein Wohnsitz dabei uninteressant? Kann theoretisch alles telefonisch und online abgewickelt werden?
hey coco, nichts für ungut,
aber dir würd etwas mehr selbstbewußtsein gut tun.
wenn du dich in einem gebiet auskennst, und das tust du ja,
musst du das auch so verkaufen, kompetenz ist nicht alles,
sondern andere müssen auch wahrnehmen, dass du kompetent bist.
sonst nützt alles fachwissen ja nichts..